Dienstag, 25. September 2012

Frauen und das Thema Geld

Im Schnitt verdient eine Frau nur 70 % des Einkommens ihrer männlichen Kollegen. Das Thema Geld wird häufig abgeblockt, als trocken und formal angesehen oder als unsinnlich und langweilig abgetan. Obgleich der traditionelle weibliche Lebensentwurf mit seiner Orientierung auf die Versorgungsehe, die eine ökonomische Absicherung von Frauen in allen Lebensphasen implizierte, brüchig wird, behält er in den Köpfen noch seine Gültigkeit. Zwar sind Frauen in den letzten Jahren immer stärker erwerbstätig geworden und verdienen somit ihr eigenes Geld. In Familien sind es jedoch immer noch nahezu ausschließlich Frauen, die ihre Berufstätigkeit aufgeben, sobald Kinder geboren werden. Damit haben sie dann kein eigenes Einkommen mehr, sondern nur noch das Familieneinkommen, das der Mann nach Hause bringt. Die wirklich schlechte soziale Infrastruktur in puncto Kinderbetreuung macht es Frauen häufig unmöglich, die Anforderungen von Beruf und Familie zu vereinbaren. Dies hat bedeutende Folgen: schlechte Karrierechancen, geringe Gehälter, starke finanzielle Abhängigkeit vom Partner, niedrige eigene Renten. Noch immer denken Frauen mit einem Lebensentwurf als Ehefrau und Mutter, sie seien im Alter abgesichert, obwohl dies - denkt man an die Zahl der Scheidungen - nicht mehr der Realität entspricht. Viele delegieren ihre finanzielle Versorgung und verlassen sich auf eine Absicherung durch ihren Partner oder hoffen auf eine staatliche Altersvorsorge.

Frauen schätzen ihre persönliche Freiheit, sie wollen Beruf, Karriere und Kinder, auch wenn ihre Ehe scheitert oder sie überhaupt keine eheliche Verbindung eingehen wollen. Das heißt aber auch, dass Frauen sich vermehrt mit dem Thema "finanzielle Unabhängigkeit" beschäftigen müssen. Dazu verhelfen die eigene Berufstätigkeit und die Beschäftigung mit dem Thema Geld. Frauen müssen sich finanziell selbst versorgen und sich selbst um ihre finanzielle Absicherung kümmern, um nicht unter die Armutsgrenze zu fallen. Die Annahme, dass jemand anders die ökonomische Absicherung für sie übernimmt und langfristig trägt, ist angesichts der hohen Zahl von ledigen, getrennt lebenden und geschiedenen Frauen unrealistisch.

Die wichtige Frage: "Frauen leben länger - aber wovon?" wird bislang gerade von Frauen verdrängt oder auf die lange Bank geschoben.

Die Geschlechterforscherin Uta Brandes bringt es auf den Punkt: "Frauen scheinen mit viel Geld nicht klarzukommen, weil sie immer noch zu gut mit wenig Geld klarkommen" (Brandes 1988, S. 147).
Viele Frauen scheinen eine große Distanz zum Geldmarkt zu haben. Es scheint durchaus ein spezielles (Miss)verhältnis von Frauen und Geld zu existieren, da sie keinen Überblick über ihre privaten Ausgaben haben, sich nicht um die Steuererklärung kümmern und den Gedanken über die Absicherung im Alter verschieben.

Männern gehört das Vermögen fast aller großen Wirtschaftsunternehmen sowie fast das gesamte Vermögen an Grund und Boden. Männer haben in der Regel bessere Erbaussichten als Frauen: immer noch erben sie öfter und vor allem auch mehr als Frauen. Betrachtet man die Bezieher höherer Einkommen nach Geschlecht, so beläuft sich die Relation zwischen reichen Frauen und Männern auf 25% zu 75%.

Wenn Frauen in Paarbeziehungen ihre Beruftätigkeit aufgeben, sind sie von dem "Familieneinkommen" abhängig, das der Mann nach Hause bringt. Frauen bezahlen den monetären Zugewinn durch Heirat eines besserverdienenden Mannes noch immer mit der Aufgabe eigener finanzieller Handlungsoptionen und eigener Karriereaussichten. Damit gehen sie ein hohes Risiko ein, denn mittlerweile wird jede dritte Ehe auf dem Land und fast jede zweite Ehe in der Stadt geschieden.

Zusammenfassend stellt sich die wirtschaftliche Situation von Frauen also folgendermaßen dar: Sie ist zumeist geprägt von fehlendem Besitz und geringen Erbaussichten. Vom großen Geld waren und sind sie damit weitestgehend ausgeschlossen. Auch wenn sie berufstätig sind, verfügen Frauen häufiger über weniger Geld als Männer. Oft sind sie von einem Familieneinkommen abhängig. Frauen haben damit weniger Möglichkeiten als Männer, eigenes Kapital anzusammeln und über dieses Kapital zu verfügen. Ein besonders "weibliches" Verhältnis zu Geld kann also darin begründet liegen, dass Frauen im Allgemeinen einfach weniger Geld haben als Männer.

Wie es zu häuslicher Gewalt kommt

Aktuell beschäftige ich mich mit den Unterschieden zwischen Männern und Frauen und bin dabei auf einige wichtige Erkenntnisse gestoßen.

Männer sind grundsätzlich aggressiver als Frauen. Sie können sich besser als Frauen orientieren und besitzen große mathematische Fähigkeiten. In der Kindheit spielen sie lieber mit Objekten als mit Personen. Frauen besitzen ein größeres Einfühlungsvermögen, einen größeren Wortschatz und eine bessere Sprachfähigkeit. Außerdem sind sie weniger suchtgefährdet und besitzen eine bessere Feinmotorig. Allerdings sind sie häufiger von Depressionen betroffen.

Auch heute noch ist der Beschützerinstinkt beim Mann sehr stark ausgeprägt. Er möchte der Frau Schutz, Unterstützung und Beistand gewähren. Diese Beschützerinstinkt ist aber mit Besitzdenken gekoppelt. Die Frau ist meist schwach und hilflos. Wobei der Mann wichtige Entscheidungen treffen möchte und bewundert und gelobt werden will. Heutzutage sind aber die meisten Frauen sehr stark emanzipiert und können viele Dinge selber erledigen. Dazu benötigen die meisten weder einen Beschützer noch jemanden, der sie als schwach und hilflos ansieht. Auch der Pakt der Geschlechter: "Ich sorge für dich in der Welt, du sorgst für mich im Haus." ist auch nicht mehr zeitgemäß. Die meisten Frauen gehen arbeiten und verdienen ihr eigenes Geld und treffen somit auch viele Entscheidungen alleine. Der Mann fühlt sich dadurch zurückgestellt und nicht mehr als "der Beschützer und Entscheider". Daher kommt es häufig zu Streitigkeiten, weil beide gleich gestellt sein möchten.

Im Großen und Ganzen geht es immer um Macht und Kontrolle. Der Mann möchte die Kontrolle über die Frau, über die Fortpflanzung und das Eigentum und Erbe.

Ein intelligenter Mann geht heutzutage viel mehr auf seine Frau ein und versucht gemeinsam mit ihr wichtige Entscheidungen zu treffen. Leider erlebe ich es häufig in meinem Praxisalltag, dass Männer ihre Frauen einfach übergehen, ein neuen Haus oder Auto kaufen, ohne ihre Frau zu fragen oder direkt mit einzubeziehen. Wird die Frau auf diese Art übergangen kommt es in der logischen Konsequenz zu Auseinandersetzungen. Daher sollten beide Partner aufeinander zugehen und wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen. Kommunikation ist der beste Weg, um sich einig zu werden. Daher: REDEN SIE MITEINANDER!

Ihre Christin Britz