Ab dem 01. September 2013 werde ich in meiner Privatpraxis in München anzutreffen sein. Natürlich wird Ihnen die Adresse vertraulich per Telefon mitgeteilt, so dass (besonders bei Frauen) Ihnen niemand folgen kann oder Ihnen auflauern kann. An meinem Angebot ändert sich nichts, auch die Preise bleiben gleich. Sollten Sie bereits vorab Fragen haben, so kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail an beratung@ppbd.de
Ich freue mich auf neue Aufgaben.
Ihre Christin Britz
Persönliche Psychologische Beratung Dresden
Montag, 22. Juli 2013
Dienstag, 25. September 2012
Frauen und das Thema Geld
Im Schnitt verdient eine Frau nur 70 % des Einkommens ihrer männlichen Kollegen. Das Thema Geld wird häufig abgeblockt, als trocken und formal angesehen oder als unsinnlich und langweilig abgetan. Obgleich der traditionelle weibliche Lebensentwurf mit seiner Orientierung auf die Versorgungsehe, die eine ökonomische Absicherung von Frauen in allen Lebensphasen implizierte, brüchig wird, behält er in den Köpfen noch seine Gültigkeit. Zwar sind Frauen in den letzten Jahren immer stärker erwerbstätig geworden und verdienen somit ihr eigenes Geld. In Familien sind es jedoch immer noch nahezu ausschließlich Frauen, die ihre Berufstätigkeit aufgeben, sobald Kinder geboren werden. Damit haben sie dann kein eigenes Einkommen mehr, sondern nur noch das Familieneinkommen, das der Mann nach Hause bringt. Die wirklich schlechte soziale Infrastruktur in puncto Kinderbetreuung macht es Frauen häufig unmöglich, die Anforderungen von Beruf und Familie zu vereinbaren. Dies hat bedeutende Folgen: schlechte Karrierechancen, geringe Gehälter, starke finanzielle Abhängigkeit vom Partner, niedrige eigene Renten. Noch immer denken Frauen mit einem Lebensentwurf als Ehefrau und Mutter, sie seien im Alter abgesichert, obwohl dies - denkt man an die Zahl der Scheidungen - nicht mehr der Realität entspricht. Viele delegieren ihre finanzielle Versorgung und verlassen sich auf eine Absicherung durch ihren Partner oder hoffen auf eine staatliche Altersvorsorge.
Frauen schätzen ihre persönliche Freiheit, sie wollen Beruf, Karriere und Kinder, auch wenn ihre Ehe scheitert oder sie überhaupt keine eheliche Verbindung eingehen wollen. Das heißt aber auch, dass Frauen sich vermehrt mit dem Thema "finanzielle Unabhängigkeit" beschäftigen müssen. Dazu verhelfen die eigene Berufstätigkeit und die Beschäftigung mit dem Thema Geld. Frauen müssen sich finanziell selbst versorgen und sich selbst um ihre finanzielle Absicherung kümmern, um nicht unter die Armutsgrenze zu fallen. Die Annahme, dass jemand anders die ökonomische Absicherung für sie übernimmt und langfristig trägt, ist angesichts der hohen Zahl von ledigen, getrennt lebenden und geschiedenen Frauen unrealistisch.
Die wichtige Frage: "Frauen leben länger - aber wovon?" wird bislang gerade von Frauen verdrängt oder auf die lange Bank geschoben.
Die Geschlechterforscherin Uta Brandes bringt es auf den Punkt: "Frauen scheinen mit viel Geld nicht klarzukommen, weil sie immer noch zu gut mit wenig Geld klarkommen" (Brandes 1988, S. 147).
Viele Frauen scheinen eine große Distanz zum Geldmarkt zu haben. Es scheint durchaus ein spezielles (Miss)verhältnis von Frauen und Geld zu existieren, da sie keinen Überblick über ihre privaten Ausgaben haben, sich nicht um die Steuererklärung kümmern und den Gedanken über die Absicherung im Alter verschieben.
Männern gehört das Vermögen fast aller großen Wirtschaftsunternehmen sowie fast das gesamte Vermögen an Grund und Boden. Männer haben in der Regel bessere Erbaussichten als Frauen: immer noch erben sie öfter und vor allem auch mehr als Frauen. Betrachtet man die Bezieher höherer Einkommen nach Geschlecht, so beläuft sich die Relation zwischen reichen Frauen und Männern auf 25% zu 75%.
Wenn Frauen in Paarbeziehungen ihre Beruftätigkeit aufgeben, sind sie von dem "Familieneinkommen" abhängig, das der Mann nach Hause bringt. Frauen bezahlen den monetären Zugewinn durch Heirat eines besserverdienenden Mannes noch immer mit der Aufgabe eigener finanzieller Handlungsoptionen und eigener Karriereaussichten. Damit gehen sie ein hohes Risiko ein, denn mittlerweile wird jede dritte Ehe auf dem Land und fast jede zweite Ehe in der Stadt geschieden.
Zusammenfassend stellt sich die wirtschaftliche Situation von Frauen also folgendermaßen dar: Sie ist zumeist geprägt von fehlendem Besitz und geringen Erbaussichten. Vom großen Geld waren und sind sie damit weitestgehend ausgeschlossen. Auch wenn sie berufstätig sind, verfügen Frauen häufiger über weniger Geld als Männer. Oft sind sie von einem Familieneinkommen abhängig. Frauen haben damit weniger Möglichkeiten als Männer, eigenes Kapital anzusammeln und über dieses Kapital zu verfügen. Ein besonders "weibliches" Verhältnis zu Geld kann also darin begründet liegen, dass Frauen im Allgemeinen einfach weniger Geld haben als Männer.
Frauen schätzen ihre persönliche Freiheit, sie wollen Beruf, Karriere und Kinder, auch wenn ihre Ehe scheitert oder sie überhaupt keine eheliche Verbindung eingehen wollen. Das heißt aber auch, dass Frauen sich vermehrt mit dem Thema "finanzielle Unabhängigkeit" beschäftigen müssen. Dazu verhelfen die eigene Berufstätigkeit und die Beschäftigung mit dem Thema Geld. Frauen müssen sich finanziell selbst versorgen und sich selbst um ihre finanzielle Absicherung kümmern, um nicht unter die Armutsgrenze zu fallen. Die Annahme, dass jemand anders die ökonomische Absicherung für sie übernimmt und langfristig trägt, ist angesichts der hohen Zahl von ledigen, getrennt lebenden und geschiedenen Frauen unrealistisch.
Die wichtige Frage: "Frauen leben länger - aber wovon?" wird bislang gerade von Frauen verdrängt oder auf die lange Bank geschoben.
Die Geschlechterforscherin Uta Brandes bringt es auf den Punkt: "Frauen scheinen mit viel Geld nicht klarzukommen, weil sie immer noch zu gut mit wenig Geld klarkommen" (Brandes 1988, S. 147).
Viele Frauen scheinen eine große Distanz zum Geldmarkt zu haben. Es scheint durchaus ein spezielles (Miss)verhältnis von Frauen und Geld zu existieren, da sie keinen Überblick über ihre privaten Ausgaben haben, sich nicht um die Steuererklärung kümmern und den Gedanken über die Absicherung im Alter verschieben.
Männern gehört das Vermögen fast aller großen Wirtschaftsunternehmen sowie fast das gesamte Vermögen an Grund und Boden. Männer haben in der Regel bessere Erbaussichten als Frauen: immer noch erben sie öfter und vor allem auch mehr als Frauen. Betrachtet man die Bezieher höherer Einkommen nach Geschlecht, so beläuft sich die Relation zwischen reichen Frauen und Männern auf 25% zu 75%.
Wenn Frauen in Paarbeziehungen ihre Beruftätigkeit aufgeben, sind sie von dem "Familieneinkommen" abhängig, das der Mann nach Hause bringt. Frauen bezahlen den monetären Zugewinn durch Heirat eines besserverdienenden Mannes noch immer mit der Aufgabe eigener finanzieller Handlungsoptionen und eigener Karriereaussichten. Damit gehen sie ein hohes Risiko ein, denn mittlerweile wird jede dritte Ehe auf dem Land und fast jede zweite Ehe in der Stadt geschieden.
Zusammenfassend stellt sich die wirtschaftliche Situation von Frauen also folgendermaßen dar: Sie ist zumeist geprägt von fehlendem Besitz und geringen Erbaussichten. Vom großen Geld waren und sind sie damit weitestgehend ausgeschlossen. Auch wenn sie berufstätig sind, verfügen Frauen häufiger über weniger Geld als Männer. Oft sind sie von einem Familieneinkommen abhängig. Frauen haben damit weniger Möglichkeiten als Männer, eigenes Kapital anzusammeln und über dieses Kapital zu verfügen. Ein besonders "weibliches" Verhältnis zu Geld kann also darin begründet liegen, dass Frauen im Allgemeinen einfach weniger Geld haben als Männer.
Wie es zu häuslicher Gewalt kommt
Aktuell beschäftige ich mich mit den Unterschieden zwischen Männern und Frauen und bin dabei auf einige wichtige Erkenntnisse gestoßen.
Männer sind grundsätzlich aggressiver als Frauen. Sie können sich besser als Frauen orientieren und besitzen große mathematische Fähigkeiten. In der Kindheit spielen sie lieber mit Objekten als mit Personen. Frauen besitzen ein größeres Einfühlungsvermögen, einen größeren Wortschatz und eine bessere Sprachfähigkeit. Außerdem sind sie weniger suchtgefährdet und besitzen eine bessere Feinmotorig. Allerdings sind sie häufiger von Depressionen betroffen.
Auch heute noch ist der Beschützerinstinkt beim Mann sehr stark ausgeprägt. Er möchte der Frau Schutz, Unterstützung und Beistand gewähren. Diese Beschützerinstinkt ist aber mit Besitzdenken gekoppelt. Die Frau ist meist schwach und hilflos. Wobei der Mann wichtige Entscheidungen treffen möchte und bewundert und gelobt werden will. Heutzutage sind aber die meisten Frauen sehr stark emanzipiert und können viele Dinge selber erledigen. Dazu benötigen die meisten weder einen Beschützer noch jemanden, der sie als schwach und hilflos ansieht. Auch der Pakt der Geschlechter: "Ich sorge für dich in der Welt, du sorgst für mich im Haus." ist auch nicht mehr zeitgemäß. Die meisten Frauen gehen arbeiten und verdienen ihr eigenes Geld und treffen somit auch viele Entscheidungen alleine. Der Mann fühlt sich dadurch zurückgestellt und nicht mehr als "der Beschützer und Entscheider". Daher kommt es häufig zu Streitigkeiten, weil beide gleich gestellt sein möchten.
Im Großen und Ganzen geht es immer um Macht und Kontrolle. Der Mann möchte die Kontrolle über die Frau, über die Fortpflanzung und das Eigentum und Erbe.
Ein intelligenter Mann geht heutzutage viel mehr auf seine Frau ein und versucht gemeinsam mit ihr wichtige Entscheidungen zu treffen. Leider erlebe ich es häufig in meinem Praxisalltag, dass Männer ihre Frauen einfach übergehen, ein neuen Haus oder Auto kaufen, ohne ihre Frau zu fragen oder direkt mit einzubeziehen. Wird die Frau auf diese Art übergangen kommt es in der logischen Konsequenz zu Auseinandersetzungen. Daher sollten beide Partner aufeinander zugehen und wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen. Kommunikation ist der beste Weg, um sich einig zu werden. Daher: REDEN SIE MITEINANDER!
Ihre Christin Britz
Männer sind grundsätzlich aggressiver als Frauen. Sie können sich besser als Frauen orientieren und besitzen große mathematische Fähigkeiten. In der Kindheit spielen sie lieber mit Objekten als mit Personen. Frauen besitzen ein größeres Einfühlungsvermögen, einen größeren Wortschatz und eine bessere Sprachfähigkeit. Außerdem sind sie weniger suchtgefährdet und besitzen eine bessere Feinmotorig. Allerdings sind sie häufiger von Depressionen betroffen.
Auch heute noch ist der Beschützerinstinkt beim Mann sehr stark ausgeprägt. Er möchte der Frau Schutz, Unterstützung und Beistand gewähren. Diese Beschützerinstinkt ist aber mit Besitzdenken gekoppelt. Die Frau ist meist schwach und hilflos. Wobei der Mann wichtige Entscheidungen treffen möchte und bewundert und gelobt werden will. Heutzutage sind aber die meisten Frauen sehr stark emanzipiert und können viele Dinge selber erledigen. Dazu benötigen die meisten weder einen Beschützer noch jemanden, der sie als schwach und hilflos ansieht. Auch der Pakt der Geschlechter: "Ich sorge für dich in der Welt, du sorgst für mich im Haus." ist auch nicht mehr zeitgemäß. Die meisten Frauen gehen arbeiten und verdienen ihr eigenes Geld und treffen somit auch viele Entscheidungen alleine. Der Mann fühlt sich dadurch zurückgestellt und nicht mehr als "der Beschützer und Entscheider". Daher kommt es häufig zu Streitigkeiten, weil beide gleich gestellt sein möchten.
Im Großen und Ganzen geht es immer um Macht und Kontrolle. Der Mann möchte die Kontrolle über die Frau, über die Fortpflanzung und das Eigentum und Erbe.
Ein intelligenter Mann geht heutzutage viel mehr auf seine Frau ein und versucht gemeinsam mit ihr wichtige Entscheidungen zu treffen. Leider erlebe ich es häufig in meinem Praxisalltag, dass Männer ihre Frauen einfach übergehen, ein neuen Haus oder Auto kaufen, ohne ihre Frau zu fragen oder direkt mit einzubeziehen. Wird die Frau auf diese Art übergangen kommt es in der logischen Konsequenz zu Auseinandersetzungen. Daher sollten beide Partner aufeinander zugehen und wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen. Kommunikation ist der beste Weg, um sich einig zu werden. Daher: REDEN SIE MITEINANDER!
Ihre Christin Britz
Mittwoch, 28. Dezember 2011
5 Tipps gegen Selbstmitleid
Tunnelblick: Überall um uns herum verliebte Pärchen, Händchenhalten hier, wilde Knutschereien dort. Muss das denn sein – und dann auch noch auf offener Straße?
Denn mit diesen Beobachtungen ist sie wieder da, diese Sehnsucht, so etwas auch endlich wieder erleben zu wollen. Einsamkeit und Selbstmitleid machen sich breit. Schluss damit: Fünf Strategien gegen Selbstmitleid!
1. Annehmen
Statt sich gegen dieses Gefühl zu wehren, sollten Sie es annehmen und als Aufforderung sehen. Sie brauchen jetzt etwas, weil es Ihnen nicht gut geht. Also kümmern Sie sich um sich selbst. Sie werden sehen, dass Ihnen allein diese Einsicht schon viel Kraft und Energie geben wird. Wer sich seinem Selbstmitleid stellt, hat gute Chancen, etwas daraus zu lernen.
2. Selbstfürsorge
Was brauchen Sie heute: Ein Abend mit Freunden, ein schönes Essen oder vielleicht eine Runde Sport? Finden Sie Ihre Bedürfnisse heraus und gehen Sie ihnen nach. Analysieren Sie, was Ihnen Kraft gibt und wobei Sie sich wohl fühlen. Wenn die abendliche Jogging-Runde zur Qual wird, dann gehen Sie eben lieber mit Freunden essen. Spaß statt Zwang! Sie haben es sich verdient!
3. Solotrip
Wer in Selbstmitleid zu versinken droht, der braucht häufig Zeit für sich. Igeln Sie sich also ruhig auch mal für einen Abend oder ein Wochenende ein. Nutzen Sie aber die Zeit, um wirklich zur Ruhe zu kommen, statt in negative Grübeleien zu verfallen. Gönnen Sie sich ein paar Stunden auf der Couch mit Ihrem Lieblingsbuch oder einem ausgiebigen Wellnessprogramm.
4. Neues schaffen
Fällt Ihnen die Decke auf den Kopf? Dann entrümpeln Sie doch mal wieder Ihre Wohnung. Oder starten Sie eine Renovierungs-Aktion. Das schafft Klarheit und neue Perspektiven. Sogar einen Umzug sollten Sie erwägen, denn auch ein Ortswechsel kann bei Selbstmitleid Wunder wirken. Damit meinen wir nicht blinden Aktionismus – aber es ist schon was dran an dem Sprichwort: Auf zu neuen Ufern!
5. Bilanz ziehen
Fragen Sie sich ganz ehrlich, was Sie von Ihrem Leben wollen. Finden Sie heraus, was Sie privat und beruflich brauchen, um zufriedener zu sein. Denn oft sind wir mit unserem Leben insgesamt unzufrieden, wenn wir immer wieder in Selbstmitleid versinken. Setzen Sie sich realistische und erreichbare Ziele und freuen Sie sich, wenn Sie eins erreicht haben.
Schön, erfolgreich, einsam
Alles vorhanden. Und trotzdem allein? Das Phänomen ist keine Seltenheit.
Was kann der Grund für die Einsamkeit unserer Gesellschaft sein? In meine Beratung kommen nicht selten schöne, erfolgreiche, aber einsame Singles mit den Worten: Warum hält keines meiner Verhältnisse länger als drei Monate? Was mache ich falsch? Bin ich beziehungsgestört? Ich fühle mich einsam und allein!
Ich möchte die Dinge nicht verallgemeinern, aber eines liegt ganz klar auf der Hand: Leider hat die Emanzipation der Frau nicht nur Positives beschert. Die Rollenverteilung ist nicht mehr deutlich definiert. Eine moderne Frau ist heute unabhängig – beruflich, finanziell – manchmal auch emotional und sexuell sowieso. Anfangs ist das für einen Mann sehr spannend, dann schlägt irgendwann der normale Alltag zu und ein Mann fühlt sich nicht mehr als der Held oder Retter. Und sind wir doch mal ehrlich: Das möchte ein Mann doch sein. Soll er auch, so war es mal gedacht. Heute gestaltet sich das moderne Leben in der Tat anders. Frau kann alles alleine.
Beim kleinsten Anlass wird sich getrennt, jeder Partner hat seine eigene schöne Wohnung, sein eigenes Einkommen, seinen eigenen Freundeskreis und eine Trennung ist flott vollzogen. Alles ist möglich, alles ist erlaubt. Leider schleicht sich dann zur Folge die EINSAMKEIT ein. Vielleicht war es doch schöner und einfacher, mehr Respekt vor dem Partner zu haben und zusammen halten zu müssen. Waren unsere Großeltern wirklich alle unglücklich, weil sie weniger Möglichkeiten hatten, abhängiger von einander waren, und sich nicht ruck zuck trennten?
Um einen neuen Partner kennen zu lernen, muss man in der heutigen Zeit noch nicht einmal vor die Tür gehen. Nein, ganz bequem vom Schreibtisch aus kann man bei den verschiedensten Singleportalen seine Wünsche für den Traumpartner eingeben. Die mögliche Enttäuschung kommt erst später, wenn der Traum nach dem X. Treffen doch nicht erfüllt wurde.
Ich beobachte eine neue Entwicklung: Die jüngsten meiner Klienten steuern eine andere Verhaltensweise an. Sie möchten wieder ein festes Verhältnis, es wird sich wieder verlobt, geheiratet und auch Kinder sind wieder erwünscht. Das lässt doch hoffen, weniger schöne, einsame, erfolgreiche Singles zu beobachten.
Ich möchte die Dinge nicht verallgemeinern, aber eines liegt ganz klar auf der Hand: Leider hat die Emanzipation der Frau nicht nur Positives beschert. Die Rollenverteilung ist nicht mehr deutlich definiert. Eine moderne Frau ist heute unabhängig – beruflich, finanziell – manchmal auch emotional und sexuell sowieso. Anfangs ist das für einen Mann sehr spannend, dann schlägt irgendwann der normale Alltag zu und ein Mann fühlt sich nicht mehr als der Held oder Retter. Und sind wir doch mal ehrlich: Das möchte ein Mann doch sein. Soll er auch, so war es mal gedacht. Heute gestaltet sich das moderne Leben in der Tat anders. Frau kann alles alleine.
Beim kleinsten Anlass wird sich getrennt, jeder Partner hat seine eigene schöne Wohnung, sein eigenes Einkommen, seinen eigenen Freundeskreis und eine Trennung ist flott vollzogen. Alles ist möglich, alles ist erlaubt. Leider schleicht sich dann zur Folge die EINSAMKEIT ein. Vielleicht war es doch schöner und einfacher, mehr Respekt vor dem Partner zu haben und zusammen halten zu müssen. Waren unsere Großeltern wirklich alle unglücklich, weil sie weniger Möglichkeiten hatten, abhängiger von einander waren, und sich nicht ruck zuck trennten?
Um einen neuen Partner kennen zu lernen, muss man in der heutigen Zeit noch nicht einmal vor die Tür gehen. Nein, ganz bequem vom Schreibtisch aus kann man bei den verschiedensten Singleportalen seine Wünsche für den Traumpartner eingeben. Die mögliche Enttäuschung kommt erst später, wenn der Traum nach dem X. Treffen doch nicht erfüllt wurde.
Ich beobachte eine neue Entwicklung: Die jüngsten meiner Klienten steuern eine andere Verhaltensweise an. Sie möchten wieder ein festes Verhältnis, es wird sich wieder verlobt, geheiratet und auch Kinder sind wieder erwünscht. Das lässt doch hoffen, weniger schöne, einsame, erfolgreiche Singles zu beobachten.
Montag, 12. Dezember 2011
Lass los, was dir nicht gut tut!
Gefühle spielen eine immens große Rolle im menschlichen Leben – sie bestimmen letztlich, wo es langgeht. Das Bild vom treibenden Eisberg im Ozean verdeutlicht das: Die Spitze des Eisberges, unser Verstand, kann zwar beschließen, jetzt zu dieser schönen Insel da drüben zu schwimmen – doch der größere Teil des Eisbergs (Gefühlsbereich) befindet sich unter Wasser und wird von den momentanen Strömungen bestimmt – und die führen möglicherweise in eine ganz andere Richtung.
Wenn ich z. B. mehr Wohlstand ansteuere, aber unbewusst zum „schmutzigen“ Geld noch zwiespältige Gefühle habe, dann wird diese Strömung mich eben nicht im Hafen der Insel des Wohlstandes vor Anker gehen lassen.
Und hier wird vielleicht schon klar, dass solche zwiespältigen Gefühle, wie die zu „schmutzigem“ Geld, gar keine wirklichen Gefühle sind, sondern „gemustert“: Sie sind nicht realitätsangemessen und daher (in meinem Sprachgebrauch) „Emotionen“.
Wenn ich dann in so einer Situation daran festhalte, das haben zu wollen, was gerade nicht geht (z. B. wegen der störenden Muster und Glaubenssätze), komme ich noch mehr in Schwierigkeiten. Vielleicht strenge ich mich noch weiter vergeblich an, um mich dann doch wieder als Versager zu fühlen – oder als armes Opfer des Schicksals, was mich dann noch weiter vom Ziel abtreiben lässt. Sinnvoller wäre es, erst mal die Strömungen (sprich Muster) zu untersuchen, die mich von meinem Ziel fernhalten.
Wenn der Sturm vorüber ist, fragt man sich, wie es wegen solch einer Kleinigkeit schon wieder zum Streit kommen konnte. Auf Dauer kosten solche durch alte Reaktionsmuster verursachten Zusammenstöße und Missverständnisse viel Energie und mindern Offenheit und Liebe.
Es scheint keinen Menschen zu geben, der völlig „ungemustert“ ist, aber es gibt sehr viele Variationen und Schweregrade. Ich wünsche Ihnen jedenfalls ein etwas leichteres Paket!
Aber selbst wenn Sie nur einen kleinen Muster-Rucksack tragen, möchten Sie doch sicher wissen, welche Möglichkeiten es gibt, die heutige Realität ohne die verzerrende Brille längst vergangener schmerzlicher Erfahrungen zu betrachten. Denn tatsächlich zeigen uns unsere Augen, was wir glauben, und nicht, was wir sehen! Ganz gleich, ob das nun rosig oder rabenschwarz erscheint: „Ob Sie glauben, dass Sie etwas können, oder nicht – Sie werden in jedem Fall Recht behalten!“ (Henry Ford).
Man weiß, dass sich neue Synapsen auch dann bilden, wenn die Problemlösung in der Vorstellung – also beim Imaginieren – geschieht, weil das Gehirn zwischen realem und vorgestelltem Handeln nicht unterscheiden kann. Wesentlich dabei ist, dass das Ganze nicht nur im Denken, sondern in Verbindung mit (möglichst intensiven) Gefühlen geschieht. So kann man z. B. eine real erlebte traumatische Situation dauerhaft auflösen, wenn es gelingt, diese Erfahrung mit neuen, positiven Gefühlen zu verbinden. Jede Art von Imaginationstherapie könnte sich dafür eignen. Wenn die Veränderung von eingefleischten „Gewohnheiten“ vielleicht Monate des Daran-Arbeitens braucht, dann könnte eine entsprechende Imaginations-Übung zu einer sofortigen Erneuerung und Befreiung führen! Man fühlt sich danach wieder in seiner Mitte und der jeweiligen Situation selbstverständlich gewachsen. Wenn auftauchende Probleme nicht mehr lähmen, sondern Lust machen, sie zu lösen, dann wird das Leben wieder frisch, flexibel und spannend. Denn ohne die alten Programmierungen ist nicht mehr vorhersagbar, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten werde – außer, dass es immer die bestmögliche Antwort auf diesen konkreten Moment sein wird.
Natürlich wird das Muster dadurch nicht dauerhaft gelöscht. Dafür gibt es ausführlichere Imaginationsübungen, die auch die Entstehungsgeschichte in der Kindheit und die Transformation des alten Musters in eine neue Lebensqualität beinhalten.
Aber vielleicht kann Ihnen diese kurze und einfache Übung helfen, sich in einer akuten Situation von einem Reaktionsmuster zu befreien, welches Ihnen sonst Schaden zugefügt oder Kummer bereitet hätte.
Zuletzt möchte ich Ihnen für Ihren Weg Erich Kästners Worte ans Herz legen:
Wenn ich z. B. mehr Wohlstand ansteuere, aber unbewusst zum „schmutzigen“ Geld noch zwiespältige Gefühle habe, dann wird diese Strömung mich eben nicht im Hafen der Insel des Wohlstandes vor Anker gehen lassen.
Und hier wird vielleicht schon klar, dass solche zwiespältigen Gefühle, wie die zu „schmutzigem“ Geld, gar keine wirklichen Gefühle sind, sondern „gemustert“: Sie sind nicht realitätsangemessen und daher (in meinem Sprachgebrauch) „Emotionen“.
Gefühle und Muster bestimmen, wo es hingeht
Was ich also im Beispiel oben mit „Strömungen“ meine, sind alte Muster, Glaubenssätze und Programme, die wir seit unserer frühesten Kindheit mit uns herumschleppen. Sie sind oft unbewusst – entziehen sich also auch dem Verstand und der Vernunft – und zeigen sich nur an den sich wiederholenden unguten Situationen oder bei bestimmten reflexartig ablaufenden Reaktionen, die mir selbst oder meinem Gegenüber Schaden oder Leid zufügen.Wenn ich dann in so einer Situation daran festhalte, das haben zu wollen, was gerade nicht geht (z. B. wegen der störenden Muster und Glaubenssätze), komme ich noch mehr in Schwierigkeiten. Vielleicht strenge ich mich noch weiter vergeblich an, um mich dann doch wieder als Versager zu fühlen – oder als armes Opfer des Schicksals, was mich dann noch weiter vom Ziel abtreiben lässt. Sinnvoller wäre es, erst mal die Strömungen (sprich Muster) zu untersuchen, die mich von meinem Ziel fernhalten.
- Vielleicht fällt Ihnen jetzt schon etwas ein, was in Ihrem Leben immer ähnlich schiefläuft? Geraten Sie z. B. immer wieder an schwierige Chefs oder an Partner, von denen Sie sich ständig kritisiert, nicht wertgeschätzt oder vernachlässigt fühlen? Oder schütten Sie im Straßenverkehr unangemessen viel Adrenalin aus? Oder geraten Sie jeden Morgen unter Druck, weil Ihr Kind schon wieder nicht in die Puschen kommt?
Wenn der Sturm vorüber ist, fragt man sich, wie es wegen solch einer Kleinigkeit schon wieder zum Streit kommen konnte. Auf Dauer kosten solche durch alte Reaktionsmuster verursachten Zusammenstöße und Missverständnisse viel Energie und mindern Offenheit und Liebe.
Wie Muster entstehen und was sie bewirken
Emotionale Muster entstehen sehr früh in der Kindheit, manchmal schon im Mutterbauch. Wenn die Mutter aufgrund ihrer Lebenssituation erschrocken und womöglich panisch reagiert, sobald sie die Schwangerschaft bemerkt, dann überträgt sich das auf den Embryo, der in Gefühlseinheit mit ihr ist. Das Kind erlebt also beim allerersten „Gesehenwerden“ eine Ablehnung, ein Nicht-willkommen-Sein. Falls die Mutter auch an Abtreibung denkt, dann ist das Leben des Kindes bedroht. Es fühlt sich unwert, am falschen Platz, ungeliebt und als Last. Es sollte gar nicht existieren. Es macht sich ganz klein und verhält sich still, um nur nicht aufzufallen.- Können Sie sich vorstellen, wie sich dieses erste Trauma im späteren Leben auswirken wird?
- Ich sehe einen Menschen, der immer auf der Hut sein muss, der sich unsichtbar macht und versucht, niemanden zu stören. Jemand, der seinen eigenen Raum nicht in Besitz nehmen kann, weil er keine Existenzberechtigung fühlt. Und wahrscheinlich wird er/sie sich sehr anstrengen, um sich mit Leistung unentbehrlich zu machen – denn einfach willkommen zu sein und geliebt zu werden, nur weil man da ist, ist ja unvorstellbar.
Es scheint keinen Menschen zu geben, der völlig „ungemustert“ ist, aber es gibt sehr viele Variationen und Schweregrade. Ich wünsche Ihnen jedenfalls ein etwas leichteres Paket!
Aber selbst wenn Sie nur einen kleinen Muster-Rucksack tragen, möchten Sie doch sicher wissen, welche Möglichkeiten es gibt, die heutige Realität ohne die verzerrende Brille längst vergangener schmerzlicher Erfahrungen zu betrachten. Denn tatsächlich zeigen uns unsere Augen, was wir glauben, und nicht, was wir sehen! Ganz gleich, ob das nun rosig oder rabenschwarz erscheint: „Ob Sie glauben, dass Sie etwas können, oder nicht – Sie werden in jedem Fall Recht behalten!“ (Henry Ford).
Was können Sie tun?
Die neuere Gehirnforschung (z. B. Prof. Dr. G. Hüther) hat gezeigt, dass unser Gehirn ein Leben lang veränderbar ist. Und zwar, sobald wir Probleme erfolgreich lösen, an denen unsere Gefühle beteiligt sind. Wenn z. B. ein Kind irgendetwas einigermaßen Schwieriges, aber Lösbares bastelt und selbst herausfinden darf, wie das geht, dann gibt das ein ungeheures Erfolgserlebnis – so stark, dass es nicht mehr auf Lob von außen angewiesen ist. Es weiß selber, dass es das richtig gut hinbekommen hat. Und dann entsteht Lust auf „mehr“, was es selber erforschen und lernen kann. (Hier ein großes Lob an die Waldorfschulen!) So kann das Gehirn weiter wachsen und sich erneuern!Man weiß, dass sich neue Synapsen auch dann bilden, wenn die Problemlösung in der Vorstellung – also beim Imaginieren – geschieht, weil das Gehirn zwischen realem und vorgestelltem Handeln nicht unterscheiden kann. Wesentlich dabei ist, dass das Ganze nicht nur im Denken, sondern in Verbindung mit (möglichst intensiven) Gefühlen geschieht. So kann man z. B. eine real erlebte traumatische Situation dauerhaft auflösen, wenn es gelingt, diese Erfahrung mit neuen, positiven Gefühlen zu verbinden. Jede Art von Imaginationstherapie könnte sich dafür eignen. Wenn die Veränderung von eingefleischten „Gewohnheiten“ vielleicht Monate des Daran-Arbeitens braucht, dann könnte eine entsprechende Imaginations-Übung zu einer sofortigen Erneuerung und Befreiung führen! Man fühlt sich danach wieder in seiner Mitte und der jeweiligen Situation selbstverständlich gewachsen. Wenn auftauchende Probleme nicht mehr lähmen, sondern Lust machen, sie zu lösen, dann wird das Leben wieder frisch, flexibel und spannend. Denn ohne die alten Programmierungen ist nicht mehr vorhersagbar, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten werde – außer, dass es immer die bestmögliche Antwort auf diesen konkreten Moment sein wird.
- Was können Sie also tun, wenn Sie bemerken, wie in einer bestimmten Situation ein unangemessenes emotionales Reaktionsmuster ausgelöst wird?
- (Erkenntlich u. a. daran, dass Sie etwas ganz persönlich nehmen, also sich verletzt oder kritisiert fühlen, Sie sich sofort rechtfertigen müssen – und jedenfalls nur noch eine einzige, reflexartig ablaufende Reaktion zur Verfügung steht, egal ob in Richtung Flucht oder Angriff! Beispiel: Sie befinden sich in einer Teamsitzung und Ihr Chef sagt etwas zu Ihnen, was Sie als Kritik und Bloßstellung erleben. In diesem Moment bemerken Sie, dass „Sich-bloßgestellt-Fühlen“ ein Muster ist …)
Erste-Hilfe-Anleitung – so können Sie eine „gemusterte“ Reaktion mit Hilfe Ihrer Imagination schnell entmachten:
- Spüren Sie genau hin, was für ein Gefühl da reflexartig bei Ihnen ausgelöst wird, und finden Sie einen Namen dafür. Wählen Sie den Ausdruck, der bei Ihnen die intensivste Gefühlsresonanz hervorruft, und spüren Sie dabei, wo im Körper Sie diese Reaktion fühlen können.
- Treffen Sie die Wahl, sich JETZT von diesem Muster zu befreien! („Ich will definitiv nicht, dass dieses Muster jetzt mich und meine Reaktion bestimmt.“)
- Ziehen Sie nun dieses Muster mit einer kleinen Handbewegung genau dort aus Ihrem Körper heraus, wo Sie es lokalisiert haben, und:
- Vernichten Sie es! Entsorgen Sie es sofort: Zum Beispiel könnten Sie es in die Toilette werfen und runterspülen, ein Fenster öffnen und das Muster rauswerfen oder das Ganze in Papier einknüllen und in den Abfall werfen. Sie könnten auch ein schwarzes Loch im Boden erfinden, was sich nach dem Hineinkippen des Musters schnell wieder schließt … Ihrer Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Fühlen Sie dabei Ihre Entschlossenheit und genießen Sie diesen Akt der Befreiung, bis kein Fitzelchen mehr übrig ist.
- Danach atmen Sie einmal ruhig und tief durch, fühlen dabei, wie Sie diese Körperstelle nun wahrnehmen – und stellen sich wieder der Situation. Lassen Sie sich überraschen, wie Sie das Ganze jetzt wahrnehmen und welche neuen Handlungsmöglichkeiten Ihnen nun zur Verfügung stehen.
Natürlich wird das Muster dadurch nicht dauerhaft gelöscht. Dafür gibt es ausführlichere Imaginationsübungen, die auch die Entstehungsgeschichte in der Kindheit und die Transformation des alten Musters in eine neue Lebensqualität beinhalten.
Aber vielleicht kann Ihnen diese kurze und einfache Übung helfen, sich in einer akuten Situation von einem Reaktionsmuster zu befreien, welches Ihnen sonst Schaden zugefügt oder Kummer bereitet hätte.
Zuletzt möchte ich Ihnen für Ihren Weg Erich Kästners Worte ans Herz legen:
„Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“und: Es ist nie zu früh für eine neue und lebendige Gegenwart und Zukunft!
Tipps gegen Einsamkeit
Tipp 1: Einsamkeit ist kein Makel
Machen Sie sich bitte klar: Einsamkeit ist kein Makel. Einsam zu sein, bedeutet nicht, dass man nicht liebenswert ist. Es ist eher ein soziologisches Massenphänomen unserer modernen, unabhängigen, oft anonymen Gesellschaft.
Die wenigsten sind daran schuld, dass sie einsam sind. Meistens ist es einfach eine Frage der Situation und der Umstände.
Nichtsdestotrotz ist es Ihre Aufgabe, den Kontakt zu anderen Menschen zu suchen, wenn Sie aus der Einsamkeit ausbrechen möchten. Egal ob Sie einen Partner suchen oder einfach Menschen, mit denen Sie etwas unternehmen können: Wenn Sie aus der Einsamkeit rauswollen, müssen Sie raus in die Welt und aktiv etwas unternehmen.
Tipp 2: Überprüfen Sie Ihre Einstellung zu anderen Menschen
Wenn wir Schwierigkeiten haben, mit anderen Menschen auf eine gute Art in Kontakt zu kommen, dann liegt das manchmal an unserer Einstellung.
Zum Beispiel denkt manch einer so etwas wie: Menschen sind alle schlecht. Alle sind nur auf ihren Vorteil aus. Jeder denkt zuerst an sich.
Wer so ein negatives Menschenbild hat, der strahlt das natürlich auch aus.
Und wer will schon mit Menschen zu tun haben, die einem im Generalverdacht schlechte Dinge unterstellen.
Falls Sie manchmal auch schlecht über andere Menschen denken, machen Sie sich also bitte klar, dass Menschen natürlich nicht immer nett sind, aber auch nicht immer böse. Menschen sind manchmal unglaublich selbstlos und hilfsbereit. Und andere sind egoistisch oder selbstverliebt. Und manchmal sind die Egoistischen auf einmal hilfsbereit und die bösen Menschen tun plötzlich etwas Gutes. Oder umgekehrt.
Was ich sagen will: Wir Menschen sind nicht so eindimensional, wie viele denken. Wir alle tragen das Gute und das Schlechte in uns. Und je nachdem, wie man uns behandelt, und je nach den Umständen kommt mal das eine und mal das andere zum Vorschein.
Machen Sie sich das bitte klar: Die meisten von uns sind gute, höfliche Menschen, die freundlich sind, wenn man sie freundlich behandelt und wenn sie nicht zu sehr unter Stress stehen.
Wenn Sie mit dieser Einstellung durch die Welt gehen, wenn Sie also ein positives Menschenbild haben, dann wird es Ihnen leichter fallen, neue Kontakte zu knüpfen.
Tipp 3: Gehen Sie dahin, wo andere Menschen sind
Wenn Sie andere Menschen kennenlernen wollen, dann müssen Sie schon dahin gehen, wo andere Menschen sind.
Muss man dazu manchmal seine Komfortzone verlassen? Ja, das muss man.
Wenn man aus der Einsamkeit herauswill, muss man seine Bequemlichkeit und Angst vor neuen Situationen überwinden und über seinen Schatten springen.
Dabei gibt es natürlich Orte und Situationen, die besser geeignet sind, andere Menschen kennenzulernen, als andere. In der Disko sind zwar viele Menschen, aber dort jemanden kennenzulernen ist schon eher für Fortgeschrittene. Wenn man in einen Verein eintritt oder einen Kurs besucht, kommt man deutlich leichter mit den Menschen in Kontakt. Auf einer Single-Reise auch. Oder bei einem Netzwerktreffen. Oder auf der Geburtstagsparty eines Bekannten.
Was fallen Ihnen für Orte und Situationen ein, wo Sie neue Menschen kennenlernen können?
Tipp 4: Feilen Sie an Ihren sozialen Fähigkeiten
Es gibt diese bewundernswerten Menschen, die können sich mit jedem über alles unterhalten. Und bis zu einem gewissen Grad können wir diese Fähigkeit alle lernen.
Was dabei enorm hilft, ist wieder ein positives und wertschätzendes Menschenbild (siehe Tipp 2).
Zusätzlich braucht man ein gewisses Maß an sozialen Fähigkeiten. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Smalltalk zu betreiben. Denn Smalltalk erfüllt eine wichtige Funktion. Er überbrückt die Zeit, bis wir uns entschlossen haben, ob wir dem anderen so weit trauen können, dass wir ihm tiefer gehende Dinge anvertrauen möchten. Das heißt, wenn man mit Menschen tief gehende Gespräche führen möchte, ist Smalltalk oft er erste, notwendige Schritt. Wenn Sie hier ein bisschen schwach sind, kaufen Sie sich ein Buch über Smalltalk und üben Sie mit dem Buch, bis Ihnen die Kunst des leichten Gesprächs leicht von der Hand geht.
Was auch sehr hilfreich ist, ist die Fähigkeit, anderen Menschen aufmerksam zuzuhören. Und die Fähigkeit, sich in den anderen hineinzuversetzen. Beides können Sie üben.
Tipp 5: Bieten Sie Menschen Kontakt an
Oft trifft man andere Menschen, die genauso einsam sind wie man selbst. Und dann traut sich keiner, den ersten Schritt zu machen. Aus Angst vor Zurückweisung. Oder aus Angst, bedürftig zu wirken. Oder aus Angst, sich etwas zu vergeben.
Doch damit verschenken wir die Chance, neue Freunde zu gewinnen. Wenn Sie also auf neue Menschen treffen, die Sie sympathisch finden, dann machen Sie den ersten Schritt. Trauen Sie sich. Man vergibt sich nichts, wenn man sagt: Hey, ich find dich nett, lass uns mal etwas zusammen unternehmen. Normalerweise fühlen sich Menschen von so einem offenen Angebot geschmeichelt, denn jeder mag gerne gefragt werden.
Fragen Sie:
- Hey, wollen wir zusammen ein Bier/einen Kaffee trinken gehen?
- Ich gehe am Mittwoch ins Kino, willst du mitkommen?
- Da ist diese Ausstellung des Künstlers XYZ, willst du die auch sehen?
- Ich möchte gerne deine Lebensgeschichte hören … komm doch mal zum Essen.
Früher im Sandkasten haben wir gefragt: „Willst du mein Freund sein?“ Diese naive Art sollten wir uns ins Erwachsenenalter hinüberretten.
Natürlich können Sie noch ganz viele andere Dinge tun, um aus der Einsamkeit auszubrechen. Aber diese 5 Ideen sind ein guter Start.
Fangen Sie an … denn der Mensch ist ein soziales Tier. Und wahres Glück erlebt man eher gemeinsam mit anderen als alleine.
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